Wahrheit

 

Was ist Wahrheit, woher erkennen wir, wissen wir, wer die Wahrheit lehrt in Bezug auf die geistige Welt.

Viele Religionsgemeinschaften und religiöse Gruppierungen gibt es auf unserer Erde, und viele von ihnen behaupten, daß sie über die alleinige Wahrheit verfügen, daß Gott sie auserwählt habe, um die Wahrheit zu verkünden. Viele Kriege wurden schon geführt, um die eigene Wahrheit anderen Menschen auf zudiktieren, sie mit Gewalt umzuprogrammieren und sie mit der alleinig selig machenden eigenen Wahrheit zu beglücken.

Ganze Völker wurden schon beinahe ausgerottet, weil sie die Wahrheit

Andersdenkender nicht übernehmen wollten, weil sie ihre Wahrheit behalten wollten, die ihnen von ihren Ahnen und Vätern übermittelt wurde und mit der sie glücklich und zufrieden waren.

Denken Sie an die Inkas, denken Sie an die Indianer, dort wurde so gewalttätig missioniert, daß am Schluß kaum noch Menschen dieser Völker jenes missionarische Tun überlebten.

Wissen Sie, warum die Inquisition ausgelöst wurde?

Sie wurde ausgelöst, weil die katholische Kirche darauf bestand, worauf sie zum Teil auch noch heute besteht, nämlich Verkünder und Hüter der einzig gültigen Wahrheit zu sein. Wie viele Kriege geführt wurden und wie viele Menschen ihr Leben lassen mußten, um dieses Dogma der Wahrheit zu erhalten, brauche ich Ihnen nicht zu sagen, Sie wissen es alle.

Durch den Druck der neuen Zeit und aufgrund des Erwachens vieler Menschen ist die katholische Religion heute zu einer gemäßigten Religionsgemeinschaft geworden und bemüht sich auch, nicht verständliche Dogmen abzubauen, abzuschwächen. Aber dazu braucht es Zeit und eine Umorganisation, ein Umdenken in der Kirchenleitung.

Daß dies schwierig ist und nicht so schnell zu realisieren ist, wie es wünschenswert wäre, sehen Sie an dem Fall Drewermann.

Es gibt aber noch viele Religionsformen, die nach wie vor, und wenn es sein muß mit Gewalt, die Menschheit mit ihrer Wahrheit beglücken wollen.

Die Auswirkungen dieses Verhaltens kennen Sie alle, denken Sie an die vielen Kriege, die schon von den verschiedensten Religionen geführt wurden um ihren Wahrheitanspruch durch zusetzen.

Mit diesem kurzen Ausflug in die Vergangenheit wollte ich Ihnen nur aufzeigen, was geschieht, wenn eine Religionsgemeinschaft oder Sekte versucht, ihre Wahrheit der übrigen Menschheit auf zudiktieren.

Wer verfügt aber nun über die wirkliche Wahrheit, und wie können wir das feststellen?

Nun, es gibt auf der ganzen Welt keine Religionsgemeinschaft, keine religiöse Gruppierung, die über die alleinige Wahrheit verfügt. Jede Religionsgemeinschaft, religiöse Gruppierung schöpft ihre Wahrheit, also das, was sie als Wahrheit erkennt, aus Überlieferungen, aus den Erfahrungen Dritter, die aufgeschrieben wurden in vielen, vielen Büchern und Schriftrollen, auch die Bibel gehört dazu, und vermischt es

mit eigenen Erfahrungen, mit eigener Bewertung, der zur Verfügung stehenden schriftlichen Überlieferungen.

Nun, Sie selbst sehen, wie viele unterschiedliche Interpretationen des Bibeltextes es gibt. Was ist nun der Hauptanlaß für solch unterschiedliche Interpretierungen dieser Texte. Dazu muß ich etwas weiter ausholen.

Wie entsteht eine religiöse Gemeinschaft?

Zuerst finden sich einige Menschen zusammen, um Gottesnähe zu leben, wie sie es erkannt haben. Oft stand diesen Gruppierungen ein medialer Mensch vor, über den die geistige Welt sich mitteilen konnte.

Die Gemeinschaften wurden größer und es bedurfte einer gewissen Organisation, um diese Gemeinschaften zu führen. Es wurden Vorsteher und Älteste ernannt, die Entscheidungen trafen und Regeln, Gebote für das Zusammensein und für den Umgang mit Gott, nach bestem Wissen und Gewissen festlegten.

Dabei dienten ihnen die Bibel und andere Überlieferungen als Richtschnur. Als die Gruppierungen immer größer und größer wurden, wurde die Vorsteherschaft erweitert, wir würden heute dazu Geschäftsleitung sagen, und die Gemeinschaft wurde nun verwaltet. Das ging nicht mehr mit einer ehrenamtlichen Vorsteherschaft, weil der Zeitaufwand immer mehr wurde, und so wurde die Vorsteherschaft von den Mitgliedern finanziell getragen. Mit der Größe der Gemeinschaft fiel ja auch immer mehr Arbeit an, z.B.

- Reinigen und Schmücken der Versammlungsräume

- Ausführung von Gebets- und Meditationsübungen

- Ausbildung von Missionaren

- Wohltätigkeitsarbeiten usw.

Zu Anfang dieser Gemeinschaften versuchte man ehrlich und ohne eigene Interessen miteinander einen Weg zu Gott zu finden, mit ihm in Einklang zu leben. Doch mit der Zeit, nachdem die Gründer der Religionsgemeinschaft, also die erste Vorsteherschaft, die es wirklich ernst meinte, starben und neue nachkamen, die nicht mehr aus den eigenen Erfahrungen schöpften, sondern nur verwalteten und organisierten,

begann häufig der moralische Abstieg, und die Gemeinschaften wurden gewalttätig, um mehr Macht zu erhalten und zu unterdrücken, indem sie ihre Mitgliedschaft durch entsprechende selbstverfaßte Gebote zum Gehorsamkeit zwangen. Um diesen Gehorsam zu erzielen, wurden Bibeltexte abgeändert, also wissentlich verändert und

entsprechend der eigenen Machtstärkung interpretiert und in entsprechenden Geboten für die Gemeinschaft festgeschrieben und als von Gott erlassen bezeichnet. Es wurden aber auch häufig Bibeltexte durch Übersetzungsfehler von einer Sprache in eine andere oder durch Auslassen, Vergessen eines Wortes im Sinn unbeabsichtigt verändert. Auch wurde von Medien, die zu Anfang solchen Gemeinschaften häufig vorstanden, eigenes Bewußtsein weitergegeben, was nicht immer in Einklang mit Gottes Gesetzen stand. Viele Menschen haben in der Vergangenheit schon versucht aufzuklären, wachzurütteln, auch Jesus tat dies. Meistens endete dies mit dem gewaltsamen Tod dieser Menschen, denn die religiösen Gemeinschaften bangten um ihren Reichtum, um ihre Macht.

Nun, werden Sie fragen, ja, aber wer hat denn nun die wirkliche alleingültige Wahrheit, wo kann ich sie finden?

Ich sage es Ihnen, die wirkliche für jeden einzelnen gültige Wahrheit, findet jeder nur in sich selbst, kein Außenstehender kann sie ihm sagen.

Und wissen Sie warum, weil jeder Mensch diese Wahrheit in sich trägt, weil er sie von Gott mitbekommen hat, weil er sie in sich spürt.

Nur muß er in sich hinein hören, er muß sich bemühen zu hören, was Gott von ihm will und nicht was sein Ego will.

Es ist oft schwer, dies auseinanderzuhalten, hier ist Demut angebracht, hier kann sie helfen.

Denken Sie an die Sätze, die Jesus sprach:

"Klopfet an, und es wird euch aufgetan. 

"Suchet, und ihr werdet finden."

Was hat er damit gemeint?

Nicht an einer Tempeltür oder bei einem anderen Menschen sollen wir anklopfen, sondern an der Tür zu unserem Tempel, am Tempel Gottes in uns.

Wir sollen nicht das Glück oder Gott irgendwo in der Welt, in der Kirche oder an dem Ort Himmel, wo immer wir ihn uns vorstellen, suchen.

In uns selbst müssen wir suchen, dort finden wir ihn und unsere Wahrheit, und wenn wir erkennen, daß diese Wahrheit Gutes beinhaltet, ist es unsere Wahrheit, nach der wir uns richten sollen. Was wir selbst erkennen müssen, ist, daß Gott die Liebe und das Licht ist, und daß wir dies in uns tragen. Jesus hat es uns gelehrt, folgen wir seiner Lehre, der Liebe, dann sind wir immer auf dem richtigen Weg zu Gott.

Wenn ich sage, jeder hat seine eigene Wahrheit, und mit der muß er glücklich und zufrieden werden, dann möchte ich Ihnen dazu ein Beispiel geben, damit Sie sehen, was ich damit meine.

Stellen Sie sich zwei Menschen vor, die ein Gespräch führen über ein Auto. Sie wissen genau, über was sie reden, aber jeder sieht das Auto in Gedanken so, wie er es sich wünscht, z.B. der eine sieht ein rotes Auto, mit Schiebedach, Chromspiegel, Chromfelgen, Nebellampen, getöntes Glas usw.; der andere sieht ein blaues Auto ohne Schiebedach, kein Chrom, alles in Standardausführung. Sie sehen, jeder redet

über ein Auto und hat dabei seine Version des Autos im Kopf, ohne daß das Gespräch hierdurch beeinflußt wird. Was sie beide voraussetzen, ist, daß das Auto Räder, eine Karosserie, einen Motor hat, also hier wird vorausgesetzt, ohne nachzudenken, weil dies in dem Sammelbegriff Auto für jeden klar enthalten ist.

Während dem bei Ausstattung und Farbe jeder seine eigene Vorstellung, seine eigene Wahrheit, wenn Sie so wollen, hat.

Wenn wir dies nun anwenden, wenn sich zwei Menschen über Gott unterhalten, so ist doch nur folgendes wichtig, daß sie dabei voraussetzen:

Gott ist Liebe und Licht, Vergeben ist Voraussetzung, um die Liebe zu leben, Vertrauen und Glauben an Gott, daß er uns führt, und das Wissen, daß das Gebet unsere Verbindung zu Gott darstellt.

Auf das Auto angewendet könnte man sagen, der Motor ist die Energie Gottes, Licht, die Karosserie ist die Liebe, die vier Räder sind Vergebung, Glauben, Vertrauen und das Gebet.

Das wissen wir alle, und das ist auch das wichtigste, nämlich die Grundvoraussetzung ist die Grundwahrheit.

Wie jeder dann sein Zubehör auswählt, also welche Übungen, welche Meditationen, welche Gebete er ausführt, in welcher Gemeinschaft er sich am wohlsten fühlt, das ist dann seine eigene Wahrheit, so wie er sich wohlfühlt und zufrieden ist.

Wir alle haben auch all das in uns gespeichert, was wir hier erlernen wollten. Es ist gespeichert in unserer Seele, und sie sagt es uns über unser Gewissen, das ist die Stimme der Seele. Hören wir darauf und lassen wir uns führen, dann gehen wir den direkten Weg zu Gott.

Auch hier ist es unsere Wahrheit, die wir leben müssen, um unser Programm des erlernens auf dieser Erde zu vollziehen.

Und noch etwas möchte ich zum Abschluß sagen, denken wir alle daran, den Weg zu Gott können wir nur gemeinsam gehen.

Wenn wir nur einen ausschließen, können wir nicht die Liebe leben

 

 

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Wilhelm Horn (Inhaber dieser Seite) ist am 26.10.2013 nach langer und schwerer Krankheit verstorben.