Vortrag:

Liebe und Vergebung

 

Heute möchte ich einmal über die Liebe und die Vergebung zu Ihnen sprechen.Liebe ist eigentlich ein ständiges Verzeihen und Vergeben. In der Liebe ist alles enthalten, die Ausgeglichenheit, die Harmonie und der Frieden. Wir sollen Gott und die Menschen lieben, ohne Ansprüche und Bedingungen zu stellen.

Wir sagen oft, wir möchten alle Menschen lieben, aber .... Und nach diesem Aber stellen wir uns vor, was die anderen tun müßten, damit wir sie lieben können. Das ist dann keine Liebe, sondern Egoismus, wenn sich die anderen erst unserer Weltanschauung, unserer Meinung angleichen müssen, damit wir sie lieben können. Dann wäre es für uns ja ein Leichtes, sie zu lieben.

Aber die reine Liebe ist immer bedingungslos und ohne Einschränkungen, sie setzt nichts voraus, sie verlangt nichts, auch keine Dankbarkeit für erwiesene Dienste. Wir sollen alle Menschen so lieben, wie sie sind, mit all ihren Fehlern und Unzulänglichkeiten. Wir dürfen ihnen auch in Liebe helfen, aber nur, wenn sie es wollen, denn jeder Mensch hat einen eigenen freien Willen, und den müssen wir respektieren.

Zur Liebe gehört aber auch die Vergebung, denn wir sollen uns nicht über die Fehler unserer Mitmenschen ärgern, sondern wir müssen ihnen immer und immer wieder verzeihen. So können wir Vorbild für unsere Mitmenschen werden und unseren Beitrag für eine bessere, friedvollere Welt leisten. Lieben heißt aber auch, wir dürfen unsere Mitmenschen ob ihrer Fehler nicht verurteilen, denn erstens, steht es uns nicht zu, über andere zu urteilen, und zweitens ist es aus der Sicht des anderen gar kein Fehler .

Jeder Mensch betrachtet seine Mitmenschen aus seiner Perspektive heraus, so wie er erzogen wurde, so wie er es erkannt hat, so wie er glaubt, daß es richtig ist. Vielleicht ist es gar nicht richtig, wie wir es sehen, vielleicht machen wir die Fehler und nicht die anderen, vielleicht ist unser Weltbild falsch.

Gehen wir in Liebe miteinander um, dann können wir keine Fehler machen. Gestehen wir jedem Menschen seine eigene Persönlichkeit, sein eigenes Leben zu. Lieben wir die Menschen so, wie sie sind, akzeptieren wir ihre Lebenseinstellung, dann wird auch für uns das Leben angenehmer, sorgenfreier verlaufen. Wir müssen uns nur etwas
mehr um uns selbst als um den Mitmenschen kümmern. 
Die geistige Welt sagt auch: Wie oft klopft das Glück bei Euch an und Ihr seid wieder einmal nicht zu Hause, sondern beim Nachbarn," Was will uns die geistige Welt damit sagen? Sie sagt damit: Ihr macht Euch mehr Gedanken und Sorgen um Eure Mitmenschen als um Euch selbst

Halten wir uns immer klar vor Augen, jeder wird von Gott für sein Leben beurteilt und nicht für das Leben seiner Mitmenschen. Das heißt im Klartext, wir müssen uns in erster Linie um unser Leben kümmern, mit gutem Beispiel vorangehen und selbst erst einmal lernen, die wahre Liebe zu leben.

Wir können nicht davon ausgehen, daß uns die anderen verstehen, wir verstehen sie ja oft auch nichtEs gibt ein spanisches Sprichwort, das trifft den Kern: Man sieht den Splitter in den Augen des anderen, aber den Balken in den eigenen Augen sieht man nicht

Hier gilt auch das Jesuswort "Urteilt nicht, auf daß Ihr nicht verurteilt werdet, richtet nicht, auf daß Ihr nicht gerichtet werdetDaß die Menschen alle so unterschiedlich sind, liegt ganz einfach daran, daß sowohl der geistige Entwicklungsstand bei jedem ein anderer ist als auch die Lernaufgabe. Leben wir die Liebe und vergeben wir unseren Mitmenschen, was wir an ihnen als Fehler erkennen. Lieben wir sie so wie sie sind, und wir werden Liebe in dem Maß erhalten, wie wir sie geben. Vergeben wir ihnen, damit auch uns vergeben wird, wie Jesus im Vaterunser es uns gelehrt hat: "Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern."

Lassen wir unseren Worten doch endlich Taten folgen, denn Worte alleine bewirken noch nichts. Wir alle, die wir hier sitzen, wissen doch ganz genau, wie wir leben sollten und reden auch oft darüber, daß nur die Liebe zur Erleuchtung führt, "aber nur die gelebte Liebe" meine ich.
Leben wir die Liebe, vergeben wir unseren Mitmenschen, aber fangen wir doch endlich damit an! Der Preis, der uns winkt, ist groß 
- die Ewigkeit, das ewige Leben.

Denken wir daran: "Nur wer Liebe sät, wird Liebe ernten." 

 

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Wilhelm Horn (Inhaber dieser Seite) ist am 26.10.2013 nach langer und schwerer Krankheit verstorben.