Heilkraft

Heilkraft, wer erzeugt sie, woher kommt sie?

 

Ich möchte heute etwas über die Heilkraft sagen, weil ich glaube, daß das Verständnis über die Wirkung der Heilkraft und das Aussenden von Heilkraft bei vielen Menschen fehlt, bzw. daß diese Menschen von falschen Voraussetzungen ausgehen.

 

Heilkraft kommt alleine von Gott, und kein Mensch ist in der Lage, von sich aus Heilkraft zu erzeugen und auszusenden. Da aber jeder Mensch in sich den Funken Gottes trägt, ist auch jeder Mensch in der Lage, wenn er diesen Funken Gottes, das Licht Gottes, in sich entwik- kelt, Heilkraft zu empfangen und auszusenden.

 

Wir alle sind Licht- und Heilkraftträger, wenn wir den Weg zu Gott erkannt haben und in der Nächstenliebe leben. Warum, werden Sie fragen, kann ich keine Heilkraft aussenden, obwohl ich den Weg erkannt habe und auch versuche, danach zu leben?

Nun, das kann im wesentlichen damit zusammenhängen, daß Sie selbst nicht daran glauben, daß Sie es können. Sie müssen aber fest daran glauben und darauf vertrauen, daß Sie Heilkraft haben und daß Sie diese Heilkraft zum Nutzen anderer aussenden können. Hier gilt im besonderen der Satz Jesu: 'Wenn Ihr glaubet wie ich, könnt Ihr größere Wunder tun als ich."

 

Vielleicht glauben Sie auch, es würde kein Heilkraftfluß stattfinden, weil Sie keine Reaktionen in Ihrem Körper spüren, wenn Sie versuchen, Heilkraft auszusenden und sind deshalb mit sich unzufrieden. Es muß aber in Ihnen keine Reaktion stattfinden, die Ihnen anzeigt, jetzt fließt Heilkraft.

 

Lassen Sie mich dies an einem Beispiel darstellen, das mir die geistige Welt durchgab. Wenn Du mehrere Menschen nebeneinander stellst, und durch jeden fließt die gleiche Menge Heilkraft, so wirst Du folgendes feststellen können:

Die sehr gefühlvollen, sensiblen Menschen werden sagen: Ich habe in mir eine Revolution gespürt. Ich wurde förmlich hochgehoben, und wie Feuer ist es durch mich geflossen. Ein anderer wird sagen: Na ja, es war schön, es ist mir richtig warm geworden, und es war ein schönes Gefühl. Andere, mit beiden Füßen auf der Erde stehende Menschen, also mit der Erde verwurzelte Menschen, werden sagen, außer einem ganz schwachen Wärmegefühl habe ich nichts bemerkt.

 

Glaubst Du, daß die Reaktion auf die Heilkraft ein Maßstab für die Stärke des Heilflusses ist? Nein, alle diese Personen haben die gleiche Heilkraft bekommen, auch wenn sie unterschiedlich darauf reagierten. Man kann sogar sagen, Menschen, die fest mit der Erde verwurzelt sind, können mehr Heilkraft aufnehmen, weil sie besser isoliert sind und deshalb stärkere Stromstöße aushalten. Sie sehen also, eine Reaktion alleine gibt noch keinen Hinweis auf die Stärke des Heilkraftflusses.

 

Jetzt wende ich mich an die Menschen unter uns, die nur eine geringe Reaktion beim Heilkraftfluß haben. Seien Sie nicht traurig, wenn Sie die Heilkraft nicht spüren, es ist kein Indiz dafür, daß Sie keine oder nur wenig Heilkraft erhalten. Das Gegenteil kann der Fall sein, Sie sind gut isoliert und halten einen starken Heilkraftfluß aus.

 

Lassen Sie mich noch einmal alle Dinge aufzählen, die erforderlich sind, damit wir Heilkraft aufnehmen und auch aussenden können:

 

1. Wir müssen fest daran glauben und darauf vertrauen, daß wir es wirklich können und dürfen keine Zweifel zulassen.

 

2. Wir müssen uns öffnen für den Heilkraftfluß, nicht mit dem Ver stand, sondern mit dem Herzen.

 

3. Wir müssen uns leer machen, daß uns keine störenden Gedanken ablenken.

 

4. Wir müssen Gott um Heilkraft bitten, daß wir sein Werkzeug sein dürfen, ihm dienen dürfen.

 

5. Wir müssen selbstlos sein beim Aussenden von Heilkraft und es nicht tun wegen des schönen Gefühles, das wir dabei haben.

 

6. Wir dürfen nicht auf eine Reaktion als Bestätigung des Heilkraft- flusses warten.

 

Diese Punkte müssen wir beachten, wenn wir Heilkraft aufnehmen bzw. aussenden möchten. Wir können regelmäßig an Sitzungen teilnehmen, bei denen Heilkraft ausgesandt wird und doch nichts aufnehmen, weil wir uns nicht öffnen, mit unseren Gedanken nicht bei der Sache sind oder nicht fest daran glauben.

Auch wenn wir regelmäßig Heilkraft an bestimmte Personen senden, um ihnen im Falle einer Krankheit zu helfen, dürfen wir nicht traurig sein oder gar an der Wirkung der Heilkraft zweifeln, wenn wir keine Veränderung bei den entsprechenden Menschen sehen.

Das kann daran liegen, a) daß die Heilkraft zur Heilung der Seele verwandt wurde und wir es nicht erkennen. b) daß eine Krankheit notwendig ist, um etwas zu lernen, zu erkennen und unsere Heilkraft zwar zur Linderung der Schmerzen, aber nicht zur Heilung der Krankheit benutzt wird. c) daß der Mensch, dem wir die Heilkraft zusenden verschlossen ist, Gott nicht anerkennt und solche Dinge als Unsinn abstempelt.

Die Heilkraftaufnahme wird in diesem Fall sehr gering sein, und entsprechend lange Zeit wird benötigt, um eine Veränderung zu bewirken. An einem Beispiel möchte ich Ihnen aufzeigen, wie wir uns die Funktion des Heilkraftflusses vorstellen müssen.

 

Stellen Sie sich Gott vor als einen breiten Fluss, der aus Licht, aus Liebe und aus Heilkraft besteht. Von diesem Fluss gehen nun viele kleine Kanäle ab, über die das unfruchtbare Land bewässert bzw. mit Liebe, Licht und Heilkraft fruchtbar gemacht werden soll. Diese Kanäle sind mit einer Schleuse, die regulierbar ist, vom großen Fluss, von Gott, getrennt. Ich meine, daß jeder von uns ein kleiner Kanal ist, der vorgesehen ist, das Land zu bewässern mit Liebe, Licht und Heilkraft. Haben wir unsere Schleuse nun geschlossen, so erhalten wir keine Speisung vom Fluss, und unser Kanal trocknet langsam aus, obwohl wir unmittelbar am großen Fluss  sind, erhalten wir von ihm keine Speisung. Wenn wir unsere Schleusen öffnen, haben wir wieder Verbindung zum großen Fluss, zu Gott, und werden angeschlossen an den Kreislauf der Liebe, des Lichtes und der Heilkraft und können sie ausfließen lassen, damit das Land, das an uns angrenzt befruchtet wird.

Es hängt also von uns ab, nicht vom großen Fluss, von Gott, wann und wie weit wir unsere Schleusen öffnen. Wir bestimmen, wieviel Wasser wir vom großen Fluss bekommen möchten.

Und die Werkzeuge, um die Schleusen zu öffnen und auch geöffnet zu halten, sind: Der Glaube, das Vertrauen an Gott, die Liebe zu Gott und den Menschen, das Gebet zu Gott für uns und unsere Mitmenschen.

 

"Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!" ist ein Satz, den das Volk geprägt hat, der aber genau das gleiche aussagt. Wir müssen uns erst einmal bemühen, unsere Schleusen öffnen, dann bekommen wir Kraft und Hilfe vom großen Fluss, von Gott!

 

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Wilhelm Horn (Inhaber dieser Seite) ist am 26.10.2013 nach langer und schwerer Krankheit verstorben.