Glauben

Was verstehen wir unter Glauben?

 

Glauben heißt von etwas überzeugt sein, das man nicht selbst erlebt hat, sondern aufgrund von Überlieferungen oder durch Erlebnisse Dritter als wahr empfindet.

Glauben bedeutet aber auch in erster Linie Vertrauen. Vertrauen in etwas setzen, das wir persönlich nicht selbst erleben oder erfahren durften.

Es gibt viele wichtige und unwichtige Dinge, die mehr oder weniger glaubhaft sind, und genau hier ist es gut, auf die innere Stimme, auf die innere Empfindung zu hören, bevor man sich festlegt.

Der wichtigste und bedeutendste Glauben für uns ist der Glaube an Gott, prägt er doch unser ganzes weltliches und geistiges Leben.

 

Glauben bedeutet, etwas für wahr erklären, ohne daß man es beweisen kann. Viele Menschen sagen, ich glaube nur das, was ich mit meinen eigenen Augen sehe, sonst nichts. Wie arm sind diese Menschen. Sie sollten doch einmal überlegen, was wäre, wenn jeder Mensch auf Erden ständig Gottes Reich, Gottes Herrlichkeit sehen würde. Dann würden sich die Menschen schon aus lauter Angst nach Gott ausrichten. Gott will aber keine Menschen, die sich aus Angst für ihn entscheiden.

Nein, Gott möchte, daß die Menschen sich nach ihm sehnen, sich in Liebe nach ihm ausrichten. Und wo wäre unser freier Wille, das größte Geschenk, das Gott uns Menschen gegeben hat.

Gott möchte, daß wir uns frei entscheiden können, für oder gegen ihn. Das können wir aber nur, wenn Gott sich unseren weltlichen Augen entzieht. Wir wissen doch, wir alle waren schon in Gottes Herrlichkeit und waren beim Geisterfall auf der falschen, negativen Seite, deswegen müssen wir uns wieder zu Gott hocharbeiten, erkennen, was richtig oder falsch ist und aus Erfahrungen erkennen und lernen. Und damit wir nicht unter Zwang oder Druck stehen und unser freier Wille freie Entscheidungen gewährleisten soll, deswegen ist Gott für uns auf dieser Erde unsichtbar.

 

Ich muß mich revidieren, je weiter wir auf dem Weg zu Gott in der Nächstenliebe voranschreiten und unser Glaube an ihn stärker wird, desto mehr erkennen wir Gott schon auf der Erde.

 

Wir sehen Gott, seine Schöpfungskraft im ganzen Universum. In jedem Stein, in jedem Tier, in jeder Pflanze, in jedem Menschen- überall ist Gott tätig. Nur um Gott zu erkennen, müssen wir uns mit Gottes Gesetzen befassen.

 

Wir müssen nach Gott suchen, am einfachsten ist es, wenn wir mit der Suche bei uns selbst anfangen. Der Glaube ist Voraussetzung, damit unsere Suche von Erfolg gekrönt ist.

 

Schauen Sie mal, wie viele Erfindungen es in den letzten 60 Jahren gegeben hat und wie viele neue Energieformen wurden entdeckt, denken Sie an die Atomspaltung . Diese ganzen Erfindungen und Erkenntnisse können nur entwickelt bzw. erforscht werden, weil immer wieder Menschen fest daran glauben und danach suchen.

Genauso ist es mit Gott, wenn wir fest an ihn glauben, werden wir ihn schon auf Erden erkennen. Und so ist Glauben das Fundament für jede Weiterentwicklung, für jede neue Erkenntnis, ja für jeden weiteren Fortschritt. Es gibt wenige Menschen, für die der Glaube an Gott ein fester, unumstößlicher Bestandteil ihres Bewußtseins von ihrer Geburt an ist. Die meisten Menschen betrachten ihren Glauben als etwas Anerzogenes, um den Sinn des Lebens besser zu verstehen, erträglicher zu machen.

Da sie diesen Glauben nicht durch eigenes Bemühen und durch eigenes Denken gefestigt haben, sind sie voller Zweifel. Dabei hat uns doch Jesus gesagt, was wir zur Festigung unseres Glaubens tun sollen: "Suchet, und Ihr werdet finden, klopfet an, und es wird Euch aufgetan." Jesus meint damit, wir dürfen nicht einfach etwas übernehmen, nur weil es uns von den Eltern und einer Religion so anerzogen und gelehrt wurde.

Nun, wir sollen prüfen und auf unsere innere Stimme hören, sie zeigt uns den Weg.

Wir sollen uns bemühen, nach Gott zu suchen, verstehen, wie die Gesetze Gottes wirken. Es gibt genug Möglichkeiten, Glaubensstärke zu erreichen, aber unser Bemühen, unser Suchen wird vorausgesetzt.

 

Viele Menschen sagen, wenn es einen Gott gibt, warum läßt Gott dieses Leid, diese Grausamkeiten auf der Erde zu?

Was ist das für ein Gott, der stillhält, wenn seine Kinder gefoltert, gedemütigt, getötet werden? Sie begreifen nicht, daß sie selbst durch ihr Denken, durch ihr Handeln diese Dinge erzeugen.

Gott ist nur Liebe und hat uns als sein größtes Geschenk den freien Willen gegeben. Da Gott es mit dem freien Willen ernst meint, läßt er uns gewähren, egal, was immer wir tun, ob es für uns von Vorteil oder Nachteil ist. Denn die gleichen, die sagen, warum läßt Gott das zu, würden im umgekehrten Fall sagen, warum mischt Gott sich in unsere Angelegenheiten ein; er hat uns doch einen freien Willen gegeben, und darauf bestehen wir.

Nur ein starker und gefestigter Glaube, der aufgrund von eigenem Bemühen gewachsen ist und durch Kenntnis der Gesetze Gottes gestärkt wird, führt uns zu Gott und läßt uns alle Stürme in unserem Leben gelassen überstehen. Nur ein Glaube, der auch nach außen getragen wird, ist gefestigt. Wenn wir uns in unserer Gruppe zu Gott bekennen, so hat das noch nicht sehr viel mit gefestigtem Glauben zu tun, denn in der Gruppe ist es leicht zu sagen, ich glaube an Gott, denn hier sind wir unter Gleichgesinnten.

 

Prüfen wir uns doch einmal, sind wir auch bereit, uns bei Menschen, die nicht an Gott glauben zu unserem Glauben an Gott zu bekennen, bei denen wir damit rechnen müssen, daß sie sagen, Du spinnst, Du hast sie nicht mehr alle? Oder bekennen wir uns zu Gott, wenn wir damit rechnen müssen, daß uns daraus Nachteile entstehen könnten? Sind wir nicht oft ruhig, um ja nicht aufzufallen, um ja nicht zu zeigen, seht hier steht ein Mensch, der an Gott glaubt und auch zu seinem Glauben steht? Sollen wir denn nicht auch durch unser Eintreten und unseren Glau- ben an Gott den anderen als Vorbild dienen, damit sie nachdenken und auch ihren Weg zu Gott finden?

 

Glauben ist etwas Lebendiges und muß gelebt werden, nicht im Ver- borgenen, im Stillen, um ja nicht aufzufallen. Es ist doch unsere Aufgabe, den Seelen Licht zu bringen, die noch in der Dunkelheit gehen, damit sie erkennen, und das können wir nur, wenn wir nach außen gehen und mit den Menschen über Gott, über seine Gesetze sprechen und sie auch durch unsere Glaubenstiefe wachrütteln, Anstoß zum Nachdenken geben.

Es nützt nichts, wenn wir den Glauben an Gott nur für uns behalten, ihn unseren Brüdern und Schwestern verweigern, das ist unterlassene Nächstenliebe. Sich nach außen zu Gott zu bekennen und auch darüber zu reden, obwohl man weiß, daß es die Menschen nicht sehr interessiert, das ist Glaubenstiefe, das ist ein Bekennen zu Gott, das ist Liebe zu Gott. Das ist es, was Gott von uns verlangt.

Denken wir daran, wenn wir etwas bewegen wollen, mithelfen wollen, diese Welt zum Positiven zu verändern, dann müssen wir das tätig tun, es vorleben und uns nicht mit unserem Glauben zurückziehen, einschließen.

Gott verlangt von uns, daß wir zu unserem Glauben stehen und dafür eintreten, Vorbild für andere werden.

 

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Wilhelm Horn (Inhaber dieser Seite) ist am 26.10.2013 nach langer und schwerer Krankheit verstorben.