Geist und Seele

Wir sprechen immer vom Geist und von der Seele und haben dabei Schwierigkeiten, die genauen Zusammenhänge zwischen beiden zu erklären.

 

Ich möchte heute versuchen, an Hand von Beispielen und Durchsagen aus der geistigen Welt zu erklären, was Seele, was Geist und wie die Verbindung zwischen beiden ist.

 

Wir wissen alle, daß die meisten Krankheiten durch Belastungen der Seele ausgelöst werden und nur dazu dienen, den Menschen geistig weiter voranschreiten zu lassen, also nur zu seinem Vorteile initiiert werden. Woher kommt die Seele, wie entsteht sie, und was ist ihre Aufgabe?

Die menschliche Seele entwickelt sich durch das Mineralreich, das Pflanzenreich und das Tierreich, bis sie die Größe, die Weite, die Erfahrung gesammelt hat, die benötigt wird, um in menschlicher Gestalt zu erscheinen.

Die Seele ist durch die Evolution gegangen und hat zu ihrer Reife gefunden, die sie benötigt, um Mensch zu werden.

Die Stationen der Evolution müssen wir uns in riesigen Zeitabständen vorstellen, in denen unsere Seele von Stufe zur Stufe vorangeschritten ist.

Es ist auch nicht so, daß die Seele nur einmal Erfahrungen im Mineralreich, im Pflanzenreich oder Tierreich gemacht hat. Nein, auch innerhalb dieser großen Schritte mußten viele viele kleine Schritte getan werden, um z.B. im Mineralreich alle Erfahrungen zu sammeln, die notwendig sind, um hier die Abschlußprüfung zu bestehen, die die Zulassung für die nächste Stufe, das Pflanzenreich, bedeutet. Im Pflanzenreich wiederholt sich dann der Vorgang, bis die Erfahrungen ausreichen, um die Abschlußprüfung im Tierreich zu bestehen und um weitere Erfahrungen auf dem Wege ihrer Evolution zu  sammeln.

 

Der größte Schritt für die Seele stellt die Abschlußprüfung im Tierreich dar, damit erreicht die Seele die Entwicklungsstufe des Menschen. Während dieser Evolution, also der Weg vom Mineralreich bis ins Tierreich, lebt der Geist in einer unfreiwilligen Gebundenheit, bzw. auf einer Stufe, die man als Lebensprinzip bezeichnet. Das bedeutet, in diesen Bereichen wird instinktiv gelebt und bewußte, freie Willensentscheidungen können nicht getroffen werden.

Im Tier zum Beispiel lebt der Geist Gefangenschaft, Gebundenheit an die Stufe der Evolution, in die das Tier hineingestellt wurde.

In den verschiedenen Entwicklungsstufen reifen die Seelen, der Geist, bis zu Elementargeistem oder Elementarwesen heran, die dann die Vollkommenheit ihrer Wesenheit sind.

Bestimmte Gesetze bringen dann den Geist der Materie zum Urgeist, zu Gott, der verwandelnd auf dessen Wesenheit einwirkt und ihn zu reinem Geist umwandelt. Das heißt, im Zuge der ersten Menschwerdung erhält der Geist Willensfreiheit und ist damit auch verantwortlich für seine Handlungen. Man kann auch sagen, auf der Stufe des Menschen wird uns der Geist Gottes, der Atem Gottes verliehen, der es uns ermöglicht, ihm gleich zu sein, ihm gleich zu werden.

 

Was ist nun Geist, und was ist Seele?

Lassen Sie es mich an einigen Beispielen bildhaft, so wie wir es von der Geistigen Welt als Durchsage erhalten haben, erklären:

Geist ist der Köper der Lichthelle in der Seele, es ist eine Einheit, die Ihr nicht seht, die Ihr aber spüren könnt. Diesen Geistkörper könnt Ihr spüren, wenn Ihr ihm Feuer und Wind gebt, Feuer und Wind würde ich hier mit Erkennen, Vertrauen, Glauben, Nächstenliebe, übersetzen. Die Seele ist der Haufen Brennholz, in dem das Feuer geschürt wird. Die Luft über dem Feuer erwärmt sich, wird heiß, Ihr könnt es flimmern sehen, die Luft ist so mit Energie aufgeladen, daß Ihr es sehen könnt, das ist der Geist, nur in einem wesentlich feinstofflicheren Bereich.

Man kann sagen, der Geist ist Lichtenergie, die Seele ist etwas grob stofflicher und ist in etwa mit unserer Elektrizität zu vergleichen.

 

Beim Durchwandern der Evolution sind wir nicht immer die gleiche Seele. Bei jeder Inkarnation haben wir Eigenschaften aus unserer Urseele mitgebracht, die wir anwenden, lernen möchten, es sind positive und negative Eigenschaften, die unsere Seele gezielt für eine Inkarnation als Karma mitnimmt.

Insofern ist es immer eine etwas andere Seele als in der vorangegangenen Inkarnation. Denn wir sollen ja in jeder Inkarnation die alten Grenzen überschreiten, und deshalb müssen wir auch neue Muster mitbringen, die wir auflösen müssen, wenn wir weiterschreiten wollen.

 

Ich möchte dies wieder bildhaft mit einem Beispiel aus der geistigen Welt erhärten:

Bei jeder Inkarnation heftet unsere Seele eine Perle an die Kette, auf der die Perlen vorangegangener Inkarnationen aufgereiht sind.

Viele Menschen haben schon unendlich lange Perlenketten an Inkarnationen, jeder nach dem Willen, den er im grobstofflichen gelebt hat. Der Weg des Geistes ist der Weg der prozentualen Grobstofflichkeit.

Den Weg einer Seele über diesen Kanal zu beschreiben, würde Stunden, Wochen, Jahre dauern; es ist der Weg durch Millionen von Verkörperungen. Wenn man erkannt hat, ist das Endziel abgesteckt.

 

Viele viele Wesen, die Jahrmillionen alt sind, wissen auch heute noch nicht, wie das Ziel aussieht. Wir können uns auch die Seele wie einen Schwamm vorstellen, der alles aufnimmt, alle schlechten und guten Gedanken, Gefühle und Taten. Nach dem Ende einer Inkarnation wird dieser Schwamm über einem Sieb ausgedrückt, wobei die feinen Teile durch das Sieb fallen und die groben Teile im Sieb liegenbleiben. Die feinen Teile sind unsere guten Gedanken, Gefühle und Taten. Die groben Teile, die im Sieb bleiben, sind die schlechten Gedanken, Gefühle und Taten.

Warum fallen nun die einen durch das Sieb und die andern nicht? Ganz einfach, weil die Schwingungen der guten Gedanken, Gefühle und Taten feinstofflicher sind als die der schlechten und durch ein feinmaschiges Sieb hindurchgehen. Was nun durch das Sieb gefallen ist, kommt zum Geist und in unsere geistige Schatzkammer. Was im Sieb geblieben ist, nämlich die schlechten Dinge, muß in einer erneuten Inkarnation aufgelöst, neutralisiert werden. Solange etwas im Sieb übrigbleibt, solange sind wir an das Rad der Wiedergeburt gebunden.

 

Man kann die Seele auch als Landkarte verstehen, auf der die Stationen, die wir in einer Inkarnation erlernen müssen, aufgezeichnet sind, die wir uns vorgenommen haben zu erlernen. Wenn wir uns von unserer Seele führen lassen, auf ihre Impulse achten, werden wir zu allen Stationen geführt, und am Ziel sind wir beim Geist angekommen. Das kann aber nur geschehen, wenn wir unser großes Ich in ein kleines Ich umwandeln und Gott in uns wirken lassen. Das ist auch das, was wir eigentlich mit dem Begriff: "geschehen lassen" immer ausdrücken wollen.

Die Seele ist also unser Lehrer, unser Gewissen, das uns zum reinen Geist zurückführen will. Sie ist grobstofflicher als der Geist und wird sich auflösen, wenn wir wieder reiner Geist geworden sind.

 

Reiner Geist bedarf nicht mehr der Manifestation eines Körpers, er ist Licht.

 

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Wilhelm Horn (Inhaber dieser Seite) ist am 26.10.2013 nach langer und schwerer Krankheit verstorben.