Die Ich bin Gegenwart

Was meinen wir, wenn wir sagen: Ich bin.

Ich bin bedeutet: Ich lebe. Ich bin da.

Ich erkenne mich als Bewußtsein in meinem physischen Körper.

Ich bleibe. Ich bin immer. Ich bin ewig. Gott sagt doch: Ich bin der Anfang und das Ende, das heißt: Solange ich bin, seid Ihr; und weil ich ewig bin, seid Ihr ewig. Ihr seid Geist von meinem Geist. Es gibt nichts, was Eurem geistigen Körper etwas antun kann, er ist unverletzbar. Unser physischer Körper, unser Fahrzeug auf Erden, es ist verletzbar, anfällig für Krankheiten, anfällig für Süchte. Unser geistiger Körper wird immer heil bleiben, was auch immer unse- rem physischen Körper widerfährt. Was verstehen wir unter dem Ausdruck: Die Ich-bin-Gegenwart.

 

Die Ich- bin-Gegenwart ist der Funke Gottes, der Geist Gottes, der immer in uns allgegenwärtig ist. Ob es uns bewußt ist oder nicht, dieser Funke Gottes ist in jedem von uns, aber auch in allem, was unsere Augen sehen, also in den Steinen, Tieren, Pflanzen, der Luft, dem Wasser, dem Feuer, allgegenwärtig. Es gibt im ganzen Universum nichts, was ohne die Anwesenheit Gottes existieren kann. Diesen Funken Gottes in uns, die Ich-bin-Gegenwart, können wir durch Kenntnis der Gesetze Gottes und durch ein Leben, das erfüllt ist von der Liebe zum Nächsten, zu einer Flamme entwikeln, die unseren ganzen Körper durchstrahlt und Harmonie und Zufriedenheit bringt. Wenn wir uns bemühen und es zulassen, kann die Liebe in uns so stark werden, daß sie ausstrahlt und anderen Menschen helfen kann,  ihren Weg zu Gott zu finden. Wenn es uns gelingt, den physischen Körper näher an unseren Geistkörper heranzuführen oder gar sich mit ihm auf der gleichen Ebene zu vereinigen, dann haben wir den größten geistigen Fortschritt, den wir auf unserer Erde erzielen können, getan.

Wenn wir die Ich-bin-Gegenwart in uns nicht erkennen, oder gar ablehnen, indern wir sagen, es gibt kein Weiterleben nach dem Tode, dann ist es endgültig, wir sind nur ein Zufallsprodukt der Natur, dann wird der Funken in uns nicht entwickelt.

Wenn wir Gott nicht erkennen wollen, bleibt dieser Funke, die Ich-bin-Gegenwart in uns klein und verborgen. Aber egal, was immer wir tun und anstellen, dieser Funke in uns wird nie verlöschen. Er wartet immer darauf, daß wir uns irgendwann einmal an ihn erinnern, ihn verpüren und unser Leben dann danach ausrichten.

Diesem Licht Gottes in uns können wir all unsere Sorgen und Probleme übergeben und um Hilfe bitten. Aber wir sollen auch nicht vergessen zu danken, wenn uns Gutes widerfahren ist, das Danken vergessen wir Menschen nur allzu oft. Wenn wir fest an das Licht Gottes in uns glauben, darauf vertrauen und die Gesetze Gottes beachten, eigentlich ist es ja nur ein Gesetz, nämlich: lebet die Nächstenliebe, denn in diesem Gesetz sind alle anderen Gesetze zwangsläufig enthalten, dann kann uns nichts passieren, im Gegenteil, es wird uns alles gegeben, was wir zum Leben benötigen. Voraussetzung ist natürlich auch, daß wir fest an Gott glauben und ihm vertrauen und keine Zweifel in uns zulassen.

Das meinte auch Jesus, als er sagte: Wenn Ihr glaubet wie ich, könnt Ihr größere Wunder tun als ich. Die Ich-bin-Gegenwart ist unser wahres Sein, weil sie uns mit Gott verbindet und uns das ewige Leben in den geistigen Sphären garantiert.

Wie müssen wir uns nun die Ich-bin-Gegenwart vorstellen?

 

Ich möchte Ihnen dazu folgendes Bild geben: Stellen Sie sich Gott als eine riesige Sonne vor, die das ganze Universum mit ihrem Licht ausfüllt und alles am Leben erhält.

Von dieser Sonne haben sich nun kleine Funken gelöst und wollten größer werden noch als die Sonne, von der sie sich getrennt hatten, das war der sogenannte Geisterfall. Je weiter sich nun diese Funken aufgrund ihrer Überheblichkeit von der Sonne entfernten, desto weniger Wärme bekamen sie von der Sonne, und es wurde kälter und einsamer um sie. Die Funken wurden mit zunehmendem Abstand zur Sonne kleiner und kleiner, ihr Licht wurde so klein und schwach, daß es die Dunkelheit, die sie immer mehr umgab, nicht mehr durchdringen konnte.

Die Funken müssen erkennen, daß sie die falsche Richtung gehen, daß sie immer weiter von ihrem Ursprung, ihrer Quelle, weggehen und es immer einsamer, unfreundlicher und dunkler wird. Wenn sie dies erkannt haben und sich gegen den negativen Strom auflehnen und wieder in die Richtung zur Sonne gehen, dann werden sie heller und heller, die Dunkelheit weicht mehr und mehr zurück, und der Weg zurück zur Sonne wird immer deutlicher sichtbar. Dieser Funken ist unsere Ich-bin-Gegenwart, die wir erkennen müssen, um erfolgreich den Weg zurück zur Sonne, zu Gott, zu finden.

Der Wegweiser zu Gott ist die Liebe zu dem Nächsten, die wir leben müssen, um zu Gott zu finden. Nicht Wissen ist gefragt oder Kenntnis der Hierarchien, wer wo und für was zuständig ist, nein, das ist nicht so bedeutend, wichtig ist einzig und allein die gelebte Nächstenliebe, sonst nichts. Weder die Anzahl der meditativen Übungen, noch die Anzahl gelesener Bücher, noch die Anzahl besuchter Seminare bringen Sie auf dem Weg zu Gott weiter. Zuviel Wissen kann auch blockieren, weil man vor lauter Beachtung von Regeln wie: Kleidung wählen entsprechend der Farbwirkung. Übertriebene Auswahl bei den Eßgewohnheiten. Durchführung von bestimmten Ritualen, Gebeten und Mantrams vergißt zu leben, insbesondere die Liebe zu leben. Wenn die Dinge, die heute in vielen Seminaren, aber auch in vielen Gemeinschaften praktiziert werden, so wichtig sind, warum hat uns Jesus nicht darauf aufmerksam gemacht? Hatte er das vergessen?

 

Nein, Jesus hat uns klar gesagt: Lebet die Nächstenliebe, dann seid Ihr auf dem rechten Weg, einen anderen Weg zu Gott gibt es nicht. Wir Menschen müssen immer alles sehr kompliziert und schwierig, von Wissen abhängig machen. Ist denn die Aussage Jesu nicht klar zu verstehen, oder ist sie uns zu einfach?

Das hohe Wissen liegt in der Einfachheit, sagt die geistige Welt; und ich glaube, dieser Ausspruch sagt mehr als tausend Worte. Die geistige Welt sagt doch auch, Wissen ist gut, Weisheit ist besser. Weisheit beinhaltet Erfahrungen, die man aufgrund seines Lebens selbst gemacht, also erlebt hat, und nun zum Wohle der Gemeinschaft anwendet.

 

Ich möchte nun noch etwas sagen zu der Anwendung von "Ich bin" in unserem täglichen Sprachgebrauch. Unser Unterbewußtsein müssen Sie sich als eine Energie vorstellen, die an sich neutral ist und weder negativ noch positiv kennt. Unser Unterbewußtsein ist immer bestrebt, uns zu dienen, um das im Grobstofflichen zu verwirklichen, was wir in Gedanken länger festhalten.

Es ist also darauf zu achten, im Unterbewußtsein nur Dinge einzuspeichern, die uns im positiven Sinne weiterhelfen.

Es ist aber besonders wichtig, daß alle Sätze, die Sie mit "Ich bin" anfangen, Positives beinhalten. Lassen Sie mich es Ihnen an einem Beispiel erklären:

Wenn Sie sagen "Ich bin", dann bedeutet das: Es ist so, ohne Ausnahme. Ihr Unterbewußtsein möchte Ihnen dienen. Da es nicht zwischen gut und schlecht unterscheiden kann, wendet es in allen Fällen Energie auf, um Ihren Wunsch zu realisieren. Sagen Sie also: Ich bin müde. Ich bin krank. Ich bin benachteiligt usw., dann werden Sie Ihr Leben lang müde, krank, benachteiligt sein, weil Sie ja Ihrem Unterbewußtsein ständig eingeben, was sie sein wollen. Wenn Sie es lange genug sagen, wird es von Ihrem Unterbewußtsein realisiert.

 

Wenn Sie am Anfang eines Satzes Ich bin" verwenden, dann nur in positiver Weise, z. B.: Ich bin gesund. Ich bin die vollkommene Ruhe und Gelassenheit, in meinem Körper und in meinem Gemüt. Ich bin ein Kind Gottes. Bedenken Sie auch, wenn Sie die Worte IIIch bin" sprechen, erfolgt eine Ankopplung an die göttlichen Energien, und Ihr Wunsch wird verstärkt. Unterschätzen Sie das bitte nicht, es wirkt stärker, als Sie es sich vorstellen können. Deshalb "Ich bin" nur im positiven Sinne benutzen.

 

Zwei kleine Beispiele zum Schluß sollen Ihnen die Kraft des Unterbewußtseins, verdeutlichen.

Ein Mann reinigte in Rußland einen Kühlwagen, der an einem Zug angehängt war. Als er die Reinigung beendet hatte, setzte er sich in eine Ecke, um auszuruhen, dabei schlief er ein. Er wurde wach vom Fahrgeräusch des Zuges, der sich in Bewegung gesetzt hatte. Angst überkam ihn, denn er wußte, daß die Funktion des Kühlwagens eingeschaltet wurde, sobald der Zug in Bewegung kommt.

Als der Zug nach einigen Stunden hielt, fand man den Mann tot im Kühlwagen. Aufzeichnungen des Mannes über die letzten Stunden seines Lebens, die er auf einen Notizblock schrieb, zeigten, daß er die ständig steigende Kälte in dem Wagen fühlte und in panische Angst geriet. Im Kühlwagen stellte man eine Temperatur von 10° C fest, das Kühlaggregat des Wagens funktionierte nicht!

Das ist die Kraft des Unterbewußtseins, das aufgrund einer Programmierung, die falsch war, den Tod auslöste.

Ein weiteres Beispiel:

Ein zum Tode Verurteilter konnte wählen, ob der Tod durch den elektrischen Stuhl oder durch Aufschneiden der Pulsadern herbeigeführt werden sollte. Man beriet ihn, daß das Aufschneiden der Pulsadern die weniger schmerzvolle Todesart für ihn sei, da er nach einem gewissen Blutverlust in einen Todesschlaf übergehen würde. Der Todeskandidat war damit einverstanden und ließ sich die Pulsadern öffnen. Es wurde alles vorbereitet, die Ärzte verdeckten seine Augen, zogen mit einem scharfen Gegenstand über die Pulsadern, ohne sie zu verletzen. Dann ließen sie langsam warmes Wasser über die Arme laufen und sprachen so miteinander, daß der Todeskandidat den Eindruck haben mußte, daß aus seinen geöffneten Pulsadern das Blut auslief. Nach geraumer Zeit war der Todeskandidat tot, obwohl ihm kein Haar gekrümmt wurde.

Die Macht des Unterbewußtseins hat dies vollzogen.

 

Achten Sie deshalb darauf, daß Sie Ihr Unterbewußtsein immer richtig und positiv programmieren

 

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Wilhelm Horn (Inhaber dieser Seite) ist am 26.10.2013 nach langer und schwerer Krankheit verstorben.