Vergebung

 

Vergebung, Vergebung höre ich in mir rufen;

nur wer vergeben kann, erreicht die höchsten Stufen.

Nun, auch ich will sein ein Wanderer auf dem Weg der Liebe,

indem ich gegenüber jederman Vergebung übe.

Und daß ich immer daran denk,

geh ich zuerst zu dem, der am meisten mich gekränkt.

Nun gehe ich die Hand erhoben zum Gruß,

da stockt mein Schritt, und Gedanken zerbröckeln meinen Entschluß.

Warum soll ich den ersten Schritt nun gehen?

Schuld kann ich nicht nur bei mir alleine sehen.

Dann, denk ich, sieht man mein Kommen als Geständnis einer Schuld.

Hab ich das nötig, ich hatte doch genug Geduld.

Ich soll vergeben, wo meine Gefühle mit Füßen getreten,

wo Worte der Unwahrheit und Gleichgültigkeit mich kränkten,

soll ich Vergeben üben und einlenken.

Mein Ego weidet sich an solcherlei Gedanken

und achtet sehr darauf, daß ja nicht Schranken fallen,

die mühselig wurden aufgebaut.

Nun bin ich hin - und hergerissen,

Vergebung möcht ich üben, das weiß ich ganz genau,

es hält mich nur mein Ego, das festkrallt sich in seinem Bau.

Nun ist genug gedacht und all das Für und Wider abgewogen.

Jetzt gehe ich, die Hand erneut zum Gruß erhoben,

und mag mein Ego noch so schreien und auch toben,

bis ich vergeben habe,

solange bleibt die Hand zum Gruß erhoben.

Ich will nicht länger Sklave meines Egos sein,

ich möchte dienen, lieben und verzeihen.

 

 

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Wilhelm Horn (Inhaber dieser Seite) ist am 26.10.2013 nach langer und schwerer Krankheit verstorben.