Krankheit und Leid

 

Wie oft werden wir in unserem Leben geprüft,

wenn plötzlich unerwartet

Angst, Einsamkeit und Traurigkeit sich über uns ergießt.

Wie oft klagt uns ein Mitmensch in seiner Not sein Leid

und braucht nicht mehr als unser Ohr und ein wenig Zeit.

Wie häufig hören wir mit halbem Ohr nur zu,

ja manchmal denken wir,

ich laß es über mich ergehen, dann hab ich meine Ruh.

Wir unterbrechen, fallen ihm ins Wort,

und setzen das Gespräch

mit einer Leidensgeschichte von uns dann fort.

Wir sprechen Worte, wo Stille hilfreich wär,

und halten Stille, wo Worte stützten sehr.

Doch trifft das Schicksal uns oder die Familie,

dann fangen wir zu klagen an,

weil niemand uns verstehen kann.

Wir klagen an, obwohl nicht Schuld zu sehen ist,

und freuen uns, wenn man uns gute Worte spricht,

es ist, als wenn man steht im Licht.

Doch das Telefon, das sonst so häufig läutet, ist jetzt wie tot.

Wir fühlen uns wie ausgestoßen und leiden große Not.

Wo sind die Freunde,

die wir jetzt brauchten wie das täglich Brot?

Doch nach und nach da wird uns klar,

daß man ja selbst nie besser war.

Und eigentlich nur das erhält,

was wir auch selbst erzeugt in dieser Welt.

Nun kommt Verständnis für die Freunde auf,

und Ruhe beginnt sich auszubreiten,

man überlegt, was soll dieser Zustand uns denn zeigen.

Vielleicht, daß wir in Zukunft mehr Verständnis haben

und anderen helfen in ihrer Not.

Daß wir sehen, wie klein wir sind, und wie nahe oft dem Tod.

Daß unser Herz mehr sprechen soll als der Verstand,

daß wir uns in die Arme nehmen und reichen uns die Hand.

Daß wir am Liebesband mit weben,

das Gott durch's Universum spannt.

 

 

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Wilhelm Horn (Inhaber dieser Seite) ist am 26.10.2013 nach langer und schwerer Krankheit verstorben.