Ein Apfelbaum

 

Ein Apfelbaum in meinem Garten

wurd mir zum stillen Freund.

Oft hab ich unter seinem Blätterdach

schon wunderbar geträumt.

Im Frühjahr zeigt er seine Blütenpracht,

mir wird bewußt,

welch Wunderwerk Gott hier geschaffen hat.

Dann wird er eingehüllt in Grün,

Tausende von Blättern dann seine Äste überziehen.

Die Blätter absorbieren Sonnenlicht, und Sauerstoff entsteht,

den wir zum Leben brauchen.

Und jeder Tag, der neu beginnt,

läßt mich zum Baum hinschauen,

daß er mit mir verbunden ist, erfüllt mich mit Vertrauen.

Im Sommer wenn die Früchte wachsen

und sichtbar wird der Früchte Form,

seh ich den Baum, ich seh die Zeit

und wie sie schreitet schnell nach vorn.

Ich höre in mir eine Stimme,

laut tönend wie ein Horn.

Du, bald kommt die Zeit zum Ernten

und wo gewichtet wird die Frucht.

Hast Du Deinen Lebensbaum beladen,

damit Du nicht vergebens suchst.

Damit Du nicht mit leeren Händen vor Deinem Schöpfer stehst,

und denk daran, welch eine Freude bei ihm ist,

wenn Du mit einem Korb voll süßer, reifer Früchte zu ihm gehst.

Ich danke Dir, mein Baum, mein Freund,

daß Du mich inspirierst zu solcherlei Gedanken,

daß Du mir zeigst, wie fest man stehen kann auf dieser Erde,

ohne zu wanken.

So wie Dein Blätterdach mich oft beschützt

vor Sonne und vor Regen,

so möchte ich gerne anderen helfen,

die nicht mit starken Kräften leben.

Und wenn im Herbst Du Deine Früchte hast gegeben,

und wenn der Wind die Blätter von Dir weht,

wenn nur noch ein Gerippe kahler Äste auf dem Rasen steht,

dann weiß ich, Du wirst weiterleben

und wieder Blüten treiben, wenn es ins Frühjahr geht.

So stärkst auch Du mein Freund mir meinen Glauben,

daß nach jedem Sterben ein neuer Anfang steht.

 

 

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Wilhelm Horn (Inhaber dieser Seite) ist am 26.10.2013 nach langer und schwerer Krankheit verstorben.