Beurteilen und Bewerten

 

Bewerten tun wir alle viel,

Bewertung wird uns zum Lebensziel.

Wir bewerten alles, was wir sehen,

nichts kann in unseren Augen bestehen.

Weil wir nur unsere Meinung gelten lassen

und nicht gewillt sind, davon abzugehen.

Wir wissen alles über die anderen,

was sein wird und was ist,

nur über uns, da wissen wir nichts.

Wie oft sind wir in Nachbars Garten,

um nach dem Rechten dort zu sehen.

In unserem Garten sieht man derweil das Unkraut

meterhoch stehen.

Solange wir die anderen noch bewerten

und Urteil fällen über sie,

solange sind wir noch ans Ego stark gebunden,

und ein Voranschreiten erfolget nie.

Erkennen wir, daß alle Fehler und Unzulänglichkeiten,

die wir beim Nächsten finden

uns schwingungsmäßig mit ihm verbinden.

Weil er ein Spiegel ist, in den wir schauen,

und alles, was wir in diesem Spiegel sehen,

haben wir noch auf - oder abzubauen.

Da Gleiches Gleiches an sich bindet,

man sich im Spiegel wiederfindet.

Erkennen wir, daß all die Fehler, die wir am anderen sehen,

noch in uns selbst sind, und wir verstehen,

daß sich im anderen all das spiegelt,

und wir dort unser wahres Gesicht dann sehen.

Denn nur am Nächsten kann uns stören,

was wir noch in uns selber tragen;

hier müssen wir beginnen abzutragen.

Wenn wir nur noch auf das Licht im anderen sehen

und nicht auf die Schatten, die es trüben,

dann sind wir wieder eine Sprosse auf der Jakobsleiter

nach oben gestiegen.

 

 

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Wilhelm Horn (Inhaber dieser Seite) ist am 26.10.2013 nach langer und schwerer Krankheit verstorben.